Dienstag, 24. Januar 2017

Sorel Winterstiefel

Dem Winter gefällt es gut in der Schweiz, daher denke ich, dass er nicht so schnell vorübergeht. Ich mag es wenn es schneit, aber die Kälte ist nicht mein Freund. Vorallem wenn die Füsse kalt sind, friert mein ganzer Körper. Ich habe schon von der Marke Sorel in diesem Post und diesem Post berichtet. Auch dieses Jahr durfte ich von Sorel wieder neue Stiefel aussuchen. Dieses Jahr habe ich mich für die Tivoli II Premium Leder Stiefel entschieden, da ich noch keine so bequemen Stiefel in der Farbe Camel habe. Wie gewohnt sind die Stiefel sehr bequem und die Grösse entspricht der eigentlichen Grösse die ich trage. Die Sorel Tivoli werden mit zwei Paar verschiedenen Schnürsenkeln geliefert und eignen sich genauso für einen Spaziergang im Schnee, in den Bergen wie auch in der Stadt, da sie stylish aussehen.




Ich trage einen Pulli von H&M, Spitzenbluse von Aliexpress und meine liebsten Jeans von Zara.

Dienstag, 17. Januar 2017

Krieg in Bosnien & Herzegowina - Meine Gedanken nach 25 Jahren

Kriegsbeginn in Bosnien

Es ist Abenddämmerung Ende Februar 1992. Ich bin 7 Jahre alt und habe das erste Semester der 1. Primarschule in Doboj, Bosnien & Herzegowina abgeschlossen. Meine Mutter arbeitet als Hebamme im Stadtspital und mein Vater ist in der Schweiz um Geld zu verdienen, damit unser Haus fertiggestellt werden kann. 

Der Himmel über der gesamten Stadt ist rot gefärbt und ich frage meine Mutter was dies bedeutet. Meine Mutter pflegt immer die offene Kommunikation und sagt mir, dass man sagt, dass viel Blut fliessen wird, wenn sich der Himmel rot färbt. Ich konnte mit dieser Aussage nichts anfangen, so ging ich friedlich schlafen. Am 1. März 1992 wurden wir von unserem Nachbarn, Lastwagenchauffeur, geweckt. In einer Hektik mussten wir alle sofort in den Lastwagen steigen. Ich frage meine Mutter ob wir bald zurückkehren, da ich meine schöne Barbie Puppe, welche ich als Geschenk von meinem Vater aus der Schweiz erhalten habe, gerne mitnehmen würde. Sie sagt, wir kommen bald wieder. Die Erkenntnis, dass dem nicht so ist, traf mich kurz nachdem wir in den Lastwagen eingestiegen sind. Ich höre gespannt zu, was die Erwachsenen sagen, es war die Rede von Krieg. Krieg? Die Ängste stauten sich in mir auf. Werde ich meinen Vater jemals wieder sehen? Was passiert mit uns? Wohin fahren wir? 

Flüchtling

Im Lastwagen bildeten die Eltern einen Kreis um uns Kinder. Die Gedanken der Eltern waren, dass wir Kinder nicht erschossen werden, sollten wir angegriffen werden. Meine Mutter war eine Schutzmauer und so mussten wir 2 Stunden nach Tuzla fahren. Ich werde diesen Tag nie in meinem Leben vergessen. Diese Gedanken holen mich heute noch ein, wenn ich eine Nachricht über den Syrien-Krieg etc. höre. In Tuzla angekommen, blieben wir nicht allzu lange. Wir durften nach Kroatien zu meiner Tante, bei der wir direkt am Meer über ein halbes Jahr blieben. Täglich hörte ich von Todesfällen, Nachrichten über Krieg, Hass und Ängste der Familien, welche ebenfalls hofften, dass sich bald alles legt. Nach einiger Zeit zogen wir in ein Apartment in der Nähe von Split ein. Wir waren von heute auf Morgen arm aber am leben. Zu essen hatten wir, da mein Vater uns Geld schickte. Kleider konnten wir in der Organisation Caritas uns holen. Es war bitterer Winter. Mein Vater musste uns eine Aufenthaltsgenehmigung einholen um uns im Familiennachzug in die Schweiz zu holen. Die Vorlagen waren für ihn hart. Er musste eine genügend grosse Wohnung mieten, die Krankenkasse sowie die ganzen Transportkosten organisieren und bezahlen und das von einem Gehalt von gerade einmal CHF 2'000.-. Die Miete kostete 850.- die Krankenkasse für uns 500.-, die Mietkaution 1'700.-. Das gesamte Geld was er vorher verdient hatte, investierten wir in das Haus in Bosnien.

Einreise in die Schweiz

Mein Vater hat es geschafft. Am 23. März 1993 durften wir endlich in unser neues Zuhause in Luzern, Schweiz einziehen. Kein Wort Deutsch schon gar nicht Schweizerdeutsch konnte ich. Wurde aber von meinem Vater in den Deutschunterricht angemeldet um bis zum Start des Schuljahres im August 1993 mich mit den Mitschülern wenigstens etwas verständigen zu können. Es war die härteste Zeit in meinem Leben. Wir lebten teilweise von gerade einmal CHF 10.- am Tag. Wir hatten nichts, alles was wir je an Besitztümern hatten, war in Bosnien. Ich lernte mit Geld umzugehen. Mein grösster Wunsch war es einmal im Chicorée mir Kleider kaufen zu können. Diese Zeit hat mich dazu bewegt, viel zu lernen, mich so schnell wie möglich zu integrieren, eine gute Arbeit zu finden und möglichst unabhängig zu sein.

Wenn man heute meinen Blog betrachtet, könnte man meinen, ich sei mein Leben lang verwöhnt worden. Alles was ich kaufe schätze ich enorm, denn ich habe es mir hart erarbeitet. 

Wenn ich Nachrichten höre, ist es immer mit viel Bitterkeit verbunden. Ich weiss was es heisst ein Flüchtling zu sein. Ich weiss was es heisst, täglich Angst zu haben, sein Leben zu verlieren. Meine Gedanken und mein Herz sind immer bei den Menschen die dies durchleben was ich vor 25 Jahren erlebt habe. Ich bin dem Schicksal extrem dankbar, dass ich die Chance erhalten habe weiterzuleben und ich bin der Schweiz dankbar, dass ich hier sein darf und mir meine Träume verwirklichen darf. Ich bin dankbar dafür, dass meine Familie gesund ist und wir nach so vielen Jahren wieder zurück nach Bosnien können. Das Bosnien, welches wir damals verlassen haben, gibt es leider nicht mehr. Aber doch ist es ein Stück meiner Vergangenheit. 
Heute ist es egal was ich trage auf den Bildern, vielmehr sollte man dem Hintergrund Beachtung schenken. Meine Botschaft heute ist: Dein Leben ist das einzige was du besitzt. 

Mittwoch, 4. Januar 2017

Overknees for Winter

Zurück aus Istanbul zeige ich euch einen Look der mich in Etiler inspirierte. Etiler ist eine noble Gegend in Istanbul und man trifft sehr gestylte Frauen. Ich trage hier einen Poncho mit Kunstfell, einen Jumpsuit und Overknees. Die gepunkteten Strumpfhosen sowie die Schleife im Haar geben dem Look einen mädchenhaften Touch.